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mann und gleichstellung

Männerbeauftragte in Verwaltung und Betriebe!
Weil ohne Männer Gleichstellung auf halbem Weg stehen bleibt.

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Problematik Die Gleichstellungsdebatte wurde stets von Frauen lanciert und getragen.

Die Männer haben – bestenfalls – den Frauen dabei „geholfen“, ihre Gleichstel-lungsziele zu erreichen. Eine neue Entwicklung ist, dass auch Männer institutiona-lisiert Verantwortung für die Gleichstellungspolitik übernehmen und einen eigenständigen Beitrag leisten wollen. Damit betritt männer.ch in der Schweiz Neuland.

Die Forderung nach einem verstärkten Einbezug der Männer in die Gleichstellungs-politik ist jedoch prominent abgestützt. Auch die UNO fördert solche Bemühungen. 2004 verabschiedete die 48. Session der UNO-Frauenkommis­sion in New York Empfehlungen zur Rolle der Männer im Gleichstellungsprozess („The Role of Men and Boys in Achieving Gender Equality“ , vollständiger Text unter www.un.org/womenwatch/daw/csw).

Sie unterstreichen die Bedeutung eines aktiven Engagements seitens der Männer an der Realisierung gleichberechtigter und partnerschaftlicher Geschlechterver-hältnisse. Die bestehenden Verhältnisse würden nicht nur Frauen benachteiligen, sondern sich auch für Männer nicht unbedingt als vorteilhaft erweisen.

 
Zahlen In den 17 kantonalen und 4 städtischen Gleichstellungsbüros der Schweiz sind drei Männer beschäftigt. Im Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann arbeitet ein einziger Mann – als Praktikant. In der Eidg. Kommission für Frauenfragen dominieren die Frauen im Verhältnis 4:1.

In der Bundesverwaltung gibt es keine Stelle, die sich spezifisch mit Männer- oder Väterrelevanten Fragen beschäftigt. Eine Einrichtung wie sie Österreich mit der "Männerpolitischen Grundsatzabteilung“ des Bundesministeriums für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz kennt, fehlt.

 
Was wir nicht wollen Das Rad der Zeit zurück drehen und den Frauen die erkämpften Fortschritte auf rechtlicher und ökonomischer Ebene streitig machen.

Die bestehenden Gleichstellungsbüros konkurrenzieren.

Männer als Verlierer der Gleichstellung darstellen und neuerliche Privilegien einfordern.

 
Was wir wollen Dass Männer Geschlechterdemokratie und Gleichstellung zu ihrem eigenen Anliegen machen.

Dass Männer angemessen – d.h. in direkter Relation zu ihrem Gleichstellungs-Engagement – in den Gleichstellungsinstitutionen vertreten sind.

Dass Männerbeauftragte in den Personalabteilungen der Unternehmen und Verwaltungseinheiten Kriterien für geschlechtergerechte Unternehmens­führung entwickeln und die einzelnen Männer bei der Umsetzung von individuellen Lösungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen.

Dass Kampagnen lanciert werden, welche eine breite Bevölkerung dafür sensibilisieren, dass Frauen wie Männer von neuen Rollenmodellen profitieren – und auch den Männern bewusst machen, dass sie nicht als „Männer“ zur Welt kommen, sondern zu Männern gemacht werden.

Dass Männer Verantwortung übernehmen für ihren Beitrag zu einer geschlechterdemokratischen Gesellschaft im Kleinen wie im Grossen.

 

 

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