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mann und gewalt
Reden statt zuschlagen lernen!
Weil starke Männer auch ohne Gewalt Stellung beziehen können.Schluss mit dem Militärzwang für Männer.
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Problematik Traditionelle Männlichkeit ist eng mit Aggressivität und Gewaltbereitschaft verknüpft. Jungs rangeln und raufen, messen ihre Kräfte und kämpfen um die Position des Stärkeren. Das muss nicht schlecht sein: Eine konstruktive Aggression ist eine wertvolle Ressource. Denn Aggression ist keineswegs gleichbedeutend mit Gewalttätigkeit. Um diesen Schritt zu verhindern brauchen die Buben bestimmte Fähigkeiten wie Selbstwahrnehmung, Respekt, kommunikative Kompetenzen – und natürlich auch Perspektiven. Kompetenzförderung auf der individuell-psychologischen Ebene allein genügt aber nicht. Es braucht ein klares normatives Signal der erwachsenen Gesellschaft, dass Gewalt nicht geduldet wird. Dass im Grundsatz nach wie vor alle jungen Schweizer Männer der Militärdienstpflicht unterworfen sind, ist da nicht gerade förderlich. Gleichzeitig ist die einseitige Dienstpflicht für Männer einer jener Gleichstellungs-bereiche, in denen Männer strukturell benachteiligt werden. männer.ch unterstützt alle Bestrebungen für eine geschlechtergerechte Lösung der Dienstpflichtfrage (z.B. freiwillige Dienste zur zivilen Konfliktbearbeitung für Männer und Frauen, sozialer Gemeinschaftsdienst etc.). Die Realität ist der Gesetzgebung voraus: Bereits heute leisten nur noch die Hälfte der Stellungspflichtigen tatsächlich RS und alle WKs.
Zahlen Die Opferhilfestatistik weist für das Jahr 2003 19'722 männliche und 1'831 weibliche Gewalttätige aus. Demgegenüber stehen 5'948 männliche und 17'695 weibliche Opfer. Das heisst: Jeden Tag werden in der Schweiz im Schnitt 54 Männer mit einer Gewalttat straf- und auffällig. In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um innerfamiläre Gewalt. (Quelle: Bundesamt für Statistik www.bfs.admin.ch) Nationalrätin Doris Stump fragt in einer Interpellation vom 17. Juni 2005 den Bundesrat, ob er bereit sei, „die präventive, geschlechtsspezifische Arbeit im Bildungsbereich zu fördern, und die Beratungsstellen für gewaltausübende Personen vermehrt zu unterstützen?“
85 Prozent aller Strafurteile wurden 2003 gegen Männer verhängt.
2003 haben bei der Fachstelle gegen Männergewalt Luzern 157 Männer auf der Telefon-Hotline um eine Krisenintervention nachgesucht.
Was wir nicht wollen Saftlose Männer, die Biss und Durchsetzungsfähigkeit verloren haben. Aus dem Blick verlieren, dass Männer und Jungen als Opfer oft vergessen gehen.
Was wir wollen Männer, die fähig sind, die Verantwortung für ihre Aggression wahrzunehmen und kraftvoll, aber gewaltfrei damit umzugehen. Schulungen für gewaltfreie Konfliktbewältigung und konstruktiven Umgang mit Aggression – in Schule und Erwachsenenbildung.
Männer, die eine Beratung aufsuchen, wenn sie gewalttätig werden.
Vermehrte staatliche Subventionen für Männergewalt-Beratungsstellen – und zwar nicht auf Kosten der Opferhilfestellen.
Bei häuslicher Gewalt konsequente Wegweisung der Täter (und Täterinnen) – nicht der Opfer.
Männerhäuser.
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