Männer und Sexismus

19 Okt 16
Nicolas Zogg

Was ist unsere Haltung zum #SchweizerAufschrei und zur begrüssenswerten Debatte um Sexismus?

 

Es wichtig, dass Männer wie Frauen ihr Verhalten hinterfragen. Und sexistische Denk- und Verhaltensweisen ändern. Wir sehen uns mit in der Pflicht, die Auswirkungen unserer nach wie vor patriarchal geprägten Geschlechterordnung sichtbar zu machen, und sind in der Lage, die damit verbundene Verunsicherung auszuhalten.

Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass Männer ebenso unter den Auswirkungen des partiarchalen Systems von Selbst- und Fremdausbeutung leiden – auch wenn sie in den Zentren der Macht noch immer übervertreten sind. Weder Männer noch Männlichkeit sind per se das Problem. Das Problem ist, dass ausbeuterische Männlichkeiten zur Normalität gemacht und positive, sorgende Männlichkeiten abgewertet werden.

Deshalb ist es nicht nur die individuelle Aufgabe jedes einzelnen Mannes, sich zu hinterfragen und zu entwickeln. Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe, einen Wertewandel zu vollziehen: Wir alle müssen sorgende Männlichkeiten fördern und ausbeuterische Männlichkeiten als solche sichtbar machen und kritisieren. Dafür braucht es auch mutige Männer, die sich nicht einfach schützend vor Frauen stellen, sondern sagen, wo sie selber unter den herrschenden Geschlechterverhältnissen leiden.

He for she, and she for he.

 

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