Loi sur l'égalité

Notre point de vue

La loi sur l’égalité de 1995 n’est plus d’actualité. Pour une portée et un impact accrus, männer.ch demande une mise à jour complète.

Loi fédérale sur l’égalité entre les femmes et les hommes: son nom même respire l’esprit des années 1980 et 1990. A cette époque, le discours politique sur le genre était encore strictement binaire et étroit. Il s’agissait de redistribuer le travail, le pouvoir et l’argent. Point. La sensibilité politique aux discriminations multiples, à la diversité des genres et à l’intersectionnalité faisait défaut. Cette approche étroite est historiquement compréhensible. Elle a permis d’initier des changements avec succès. Mais cette approche ne nous a pas rapprochés de la réalisation du mandat constitutionnel: L’égalité réelle dans tous les domaines de la vie est toujours loin d’être atteinte.

Dans une perspective critique du patriarcat, comme celle portée par männer.ch, cela n’a rien d’étonnant. En effet, si nous nous bornons à définir l’égalité comme une mission consistant seulement à mettre les femmes sur un pied d’égalité avec les hommes, nous ne nous attaquons pas à l’origine du problème : nous n’avons absolument pas changé le système qui génère et reproduit sans cesse ces inégalités. La politique de l’égalité doit donc toujours critiquer le système et faire pression sur lui pour une refonte fondamentale des rapports entre les genres. Nous en sommes loin.

« Aujourd’hui encore, l’égalité concrète dans tous les domaines de la vie est loin d” être acquise ».

La loi actuelle sur l’égalité présente de graves lacunes :

  • Elle ne prend en compte que le travail rémunéré et l’encouragement des femmes à en faire davantage. Le travail de soins non rémunéré (care) n’est pas pris en compte. Or, si les hommes ne s’occupent pas davantage des enfants, les femmes n’auront pas le temps de travailler davantage. C’est pourquoi les appels lancés par les employeurs sont si peu efficaces.
  • Elle est exclusivement structurée de manière binaire et, par conséquent, se concentre sur l’égalité entre les femmes et les hommes. Ainsi, elle occulte les discriminations fondées sur l’orientation sexuelle et l’identité de genre. Le réel engagement contre les stéréotypes de genre, l’exclusion et les discours haineux ne peut se faire qu’en serrant le frein à main.
  • Elle est entièrement axée sur le groupe cible des femmes et ne tient pas compte du fait que la réalisation d’une égalité complète exige que les hommes y participent activement et se réinventent dans une certaine mesure.

männer.ch demande donc une révision complète de la loi sur l’égalité. La promotion de l’égalité et de la diversité doit être pensée de manière globale et tenir compte des schémas complexes de discrimination. Des stratégies partielles indépendantes doivent être prévues pour les garçons, les hommes et les pères (à l’instar de ce que fait le ministère fédéral allemand de la famille ).

En complément, la législation sur l’état civil et la mention à l’état civil, doivent prévoir au moins la possibilité d’un troisième sexe. C’est la seule manière de surmonter la structure binaire de l’ordre juridique suisse, qui favorise la discrimination.

Nos autres points de vue

Bildung legt den Grundstein für Entwicklung und Entfaltung, Karriere und Status. Bildungsinstitutionen nehmen auch entscheidend Einfluss, mit welchen Geschlechterbildern unsere Kinder gross werden. Bildung kann Vielfalt und Chancengerechtigkeit stärken – oder gesellschaftliche Ungleichheiten weiter zementieren. männer.ch engagiert sich für ein Bildungswesen, das alle einbezieht und einen Beitrag zu mehr Chancengleichheit leistet, gerade im Verhältnis der Geschlechter.

Gegenüber der Klage, dass eine «feminisierte Schule» schuld an Bildungsmisserfolgen von Jungen sei, hält männer.ch kritische Distanz. Die Problematik greift tiefer. Übersehen wird, dass es insbesondere Jungs aus prekären Milieus trifft. Vernachlässigt wird, dass sich Männer immer mehr aus pädagogischen Berufen zurückziehen.

männer.ch fordert eine geschlechtersensible Schule. Dafür braucht es mehr Genderkompetenz und eine bessere Geschlechterbalance im Lehrkörper. Genderkompetent zu sein heisst, Geschlechterverhältnisse, Rollenerwartungen und Ungleichheiten zu verstehen, kritisch zu reflektieren und dieses Wissen so anzuwenden, dass alle Geschlechter die gleichen Chancen haben.

Schule soll Kinder aller Geschlechter dabei unterstützen, ihre Potenziale zu nutzen – und sich dabei stets vor Augen halten, dass manche Gruppen von Kindern stärker darunter leiden, wenn Schule diese Aufgabe vernachlässigt.

männer.ch ist der Dachverband progressiver Schweizer Männer- und Väterorganisationen. Wir engagieren uns dafür, dass Männer den Gleichstellungsprozess nicht verschlafen – dass sie in diesem Prozess aber auch nicht vergessen gehen. Gerechte Geschlechterverhältnisse sind unser Ziel.

Gleichstellung ist für uns somit immer auch ein Projekt sozialer Gerechtigkeit. Sie ist nicht erreicht, wenn einfach die gut ausgebildeten Frauen und Männer mit den gleichen Privilegien versorgt sind. Diesem Irrtum drohen wir aber aufzusitzen, wenn wir Gleichstellung nur als Umverteilung männlicher Macht und Mittel denken.

Für uns bedingt echte Gleichstellung nicht weniger als die Überwindung des Patriarchats. Männer müssen ihre gesellschaftliche Dominanzposition abgeben. Kulturelle Männlichkeitsnormen müssen vielfältiger, weicher und so auch gesünder werden. Das sind enorme Herausforderungen. Denn unsere Gesellschaft rückt den Mann nach wie vor so stark ins Zentrum, dass wir meistens völlig ausblenden, wie sehr Männer, ihr Blick und ihre Bedürfnisse bis heute Norm und Mass aller Dinge sind.

Damit Männer in Würde vom Sockel des Patriarchats steigen können, brauchen sie Orientierung, Unterstützung und Alternativen. Wir machen es uns zur Aufgabe, politisch dafür zu kämpfen, dass diese flächendeckend zur Verfügung stehen. Und wir zeigen allen Männern auf, was sie gewinnen können, wenn sie sich als Männer und Menschen weiterentwickeln: Lebensqualität und Gesundheit, Beziehung und Verbundenheit, Selbstsicherheit und Autonomie, Kraft und Lebensfreude, um nur einige Beispiele zu nennen.

In der heutigen Schweiz verstehen sich Eltern in den meisten Fällen als Team, in dem alle Ihren Beitrag zur Erwerbs-, Familien- und Hausarbeit leisten. Trotzdem wirken «traditionelle» Rollenmuster bis in die Gegenwart nach und erinnern uns daran, dass der Vater in der Schweiz noch bis 1988 von Gesetzes wegen das Oberhaupt der Familie war, der für ihre materielle Sicherheit sorgen musste und im Gegenzug über die Belange seiner Gattin und Kinder entscheiden durfte.

Die meisten Väter sind heute in einem Dazwischen: Einerseits wollen sie in der Familie präsent sein und eine enge Beziehung zu ihren Kindern pflegen. Andererseits bleiben sie stark auf die Erwerbsarbeit fokussiert. So kommt der Vorsatz, ein präsenter Vater zu sein, faktisch einfach on top. Das erzeugt Stress und Druck. Weil in der öffentlichen Diskussion völlig unterbeleuchtet bleibt, wie schwer beides zu vereinbaren ist, deuten viele ihre Be-/Überlastung als persönliches Versagen.

männer.ch macht die widersprüchlichen Anforderungen an Väter sichtbar und unterstützt Männer beim Kompetenzerwerb, um damit besser umzugehen. Wir schulen Fachpersonen und beraten Institutionen der frühen Kindheit. Auch politisch setzen wir uns für familien- und väterfreundliche Rahmenbedingungen ein – auch nach Trennung und Scheidung.

männer.ch versteht sich als Teil einer fortschrittlichen Allianz, die Sexualität weder verteufelt, zur reinen Privatsache erklärt noch kommerzialisiert. Wir engagieren uns für eine Sexualpolitik, die sexuelle Bildung und Entfaltung stärkt, Freiheit und Unversehrtheit schützt, Verantwortung und Offenheit fördert, Machtgefälle und Ängste verringert, Missbrauch und Gewalt verhindert. Für uns ist klar: Das Sexuelle ist politisch.

Denn Sexualität ist mehr als ein Naturereignis. Wir lernen, was Sex ist und wie Sex geht. Dabei lernen wir aber auch viel Enges und Falsches. Deshalb wachsen wir, wenn wir als erwachsene Männer neue Perspektiven erfüllter Sexualität erkunden, jenseits von Leistungsstress und Erfolgsdruck. Das ist ein sehr persönlicher Prozess, der aber immer auch eine politische Dimension hat. Denn Bildung, Gesundheitsförderung und der Schutz der persönlichen Unversehrtheit sind zentrale Staatsaufgaben. Das gilt auch im Bereich der Sexualität.

Bei den allermeisten Gewaltvorfällen sind Männer die Täter. Männer haben zugleich aber auch ein erhöhtes Risiko, als Opfer von Gewalt betroffen zu sein. Diese Tatsache ist untrennbar mit gesellschaftlichen Männlichkeitsnormen verbunden. Diese rechtfertigen bis heute männliche Dominanz und Aggressivität. Gleichzeitig verhindern sie, dass Jungen und Männer ganz selbstverständlich jene Sozial- und Lebenskompetenzen erwerben, die sie für die gewaltfreie Selbstbehauptung brauchen.

männer.ch macht verdeckte Zusammenhänge sichtbar und erarbeitet Grundlagen für eine wirksame Gewalt- und Radikalisierungsprävention. Ein besonderes Augenmerk lenken wir auf die virtuellen Diskursräume gekränkter Männer, die versuchen, ihr eigenes Leid mit Hass auf Frauen und queere Personen zu kompensieren. Die Sehnsucht nach Status, Sex und Sicherheit lockt Jungen und Männer in diese «Manosphere»
Je grösser ihre Unsicherheit und Verletzlichkeit umso attraktiver die Verheissung. männer.ch leistet Aufklärungsarbeit und formuliert ehrliche Alternativen.

Männliche Sozialisation bezeichnet den Prozess des Männlich-Werdens. Das passiert im Wechselspiel zwischen Anlagen und Prägung. Das Ziel: Als Junge und Mann handlungsfähig und anerkannt zu sein. Das Problem: Die geltenden Männlichkeitsimperative verlangen das exakte Gegenteil dessen, was gesund hält. So gilt es beispielsweise als männlich, sich nicht mit der eigenen Innenwelt zu beschäftigen, nicht über das eigene Befinden zu sprechen oder bei Problemen keine Unterstützung zu suchen. Männer verinnerlichen diese Botschaften – und sterben deswegen früher, einsamer und bitterer. Diese Tatsache ist wissenschaftlich wasserdicht belegt.

männer.ch macht es sich zur Aufgabe, die gesundheitsgefährdenden Folgen männlicher Sozialisation zu benennen und gesundheitsförderliche Alternativen aufzuzeigen. Dafür müssen Jungen und Männer insbesondere lernen, liebevoll mit sich selber umzugehen – und bei Bedürftigkeit nicht reflexhaft nach weiblicher Zuwendung zu rufen.

Travailler en tenant compte du genre

La formation « Travailler avec les garçons, les hommes et les pères en tenant compte de la dimension de genre » vous permet d’acquérir les compétences nécessaires pour participer de manière professionnelle au processus de changement des rapports de genre.