Le travail du sexe est toujours lié au pouvoir, très souvent à la contrainte et à la violence. Malgré cela, l’appel à sa criminalisation est une lutte contre les symptômes qui fait plus de mal que de bien. männer.ch demande que le problème soit traité à la racine.
La socialisation masculine exige des garçons qu’ils éliminent et répriment toutes les impulsions et tous les besoins qui pourraient sembler « non masculins ». Les émotions en général et les sentiments de faiblesse, de vulnérabilité et de besoin en particulier figurent en tête de la liste des choses à biffer. Sur le plan physique, cela signifie que vouloir être pris dans les bras, caressé ou réconforté est très risqué pour les hommes. En fin de compte, il n’y a que deux formes de rencontre physique qui sont indubitablement « masculines » et acceptées comme telles : Le combat et le sexe. Mais cela conduit les hommes, en grandissant, à mettre le mot « sexe » sur toutes sortes de besoins physiques – et donc à prendre le réflexe de vouloir du « sexe », pour parfois satisfaire d’autres besoins insatisfaits. Cela soulève la question de savoir si les hommes qui achètent du sexe savent eux-mêmes ce qu’ils cherchent dans une maison close et, a fortiori, s’ils y trouvent ce qu’ils cherchent.
Un travail de recherche est nécessaire dans ce domaine. En effet, les motivations des clients ont été peu étudiées jusqu’à présent. Ce qui est sûr, c’est que les clients ne sont pas un échantillon particulier de la population masculine et qu’ils ne se distinguent pas des hommes qui n’ont pas recours à des services sexuels en termes d’âge, de revenu, d’éducation, de profession, de situation familiale, de personnalité, etc. De même, la thèse selon laquelle ce sont surtout les hommes ayant des attitudes particulièrement sexistes et une forte propension à la violence qui achètent des services sexuels ne peut pas vraiment être confirmée. Pour la transformation sociale, nous devons donc clarifier ce qui attire les hommes dans le sexe payant – et quelle part de cette attirance est réellement sexuelle. Les motivations sont certainement plus imbriquées que ne le suggère le cliché du prétendant impitoyable qui cherche à satisfaire rapidement ses pulsions.
À court terme, nous demandons que les hommes assument l’entière responsabilité de leurs actes et paient l’entier des coûts provoqués par leurs actions. La protection de la santé et un comportement respectueux ne sont pas négociables. Les travailleurs et travailleuses du sexe méritent une reconnaissance et une protection totales sur le plan juridique, personnel et social.
Bildung legt den Grundstein für Entwicklung und Entfaltung, Karriere und Status. Bildungsinstitutionen nehmen auch entscheidend Einfluss, mit welchen Geschlechterbildern unsere Kinder gross werden. Bildung kann Vielfalt und Chancengerechtigkeit stärken – oder gesellschaftliche Ungleichheiten weiter zementieren. männer.ch engagiert sich für ein Bildungswesen, das alle einbezieht und einen Beitrag zu mehr Chancengleichheit leistet, gerade im Verhältnis der Geschlechter.
Gegenüber der Klage, dass eine «feminisierte Schule» schuld an Bildungsmisserfolgen von Jungen sei, hält männer.ch kritische Distanz. Die Problematik greift tiefer. Übersehen wird, dass es insbesondere Jungs aus prekären Milieus trifft. Vernachlässigt wird, dass sich Männer immer mehr aus pädagogischen Berufen zurückziehen.
männer.ch fordert eine geschlechtersensible Schule. Dafür braucht es mehr Genderkompetenz und eine bessere Geschlechterbalance im Lehrkörper. Genderkompetent zu sein heisst, Geschlechterverhältnisse, Rollenerwartungen und Ungleichheiten zu verstehen, kritisch zu reflektieren und dieses Wissen so anzuwenden, dass alle Geschlechter die gleichen Chancen haben.
Schule soll Kinder aller Geschlechter dabei unterstützen, ihre Potenziale zu nutzen – und sich dabei stets vor Augen halten, dass manche Gruppen von Kindern stärker darunter leiden, wenn Schule diese Aufgabe vernachlässigt.
männer.ch ist der Dachverband progressiver Schweizer Männer- und Väterorganisationen. Wir engagieren uns dafür, dass Männer den Gleichstellungsprozess nicht verschlafen – dass sie in diesem Prozess aber auch nicht vergessen gehen. Gerechte Geschlechterverhältnisse sind unser Ziel.
Gleichstellung ist für uns somit immer auch ein Projekt sozialer Gerechtigkeit. Sie ist nicht erreicht, wenn einfach die gut ausgebildeten Frauen und Männer mit den gleichen Privilegien versorgt sind. Diesem Irrtum drohen wir aber aufzusitzen, wenn wir Gleichstellung nur als Umverteilung männlicher Macht und Mittel denken.
Für uns bedingt echte Gleichstellung nicht weniger als die Überwindung des Patriarchats. Männer müssen ihre gesellschaftliche Dominanzposition abgeben. Kulturelle Männlichkeitsnormen müssen vielfältiger, weicher und so auch gesünder werden. Das sind enorme Herausforderungen. Denn unsere Gesellschaft rückt den Mann nach wie vor so stark ins Zentrum, dass wir meistens völlig ausblenden, wie sehr Männer, ihr Blick und ihre Bedürfnisse bis heute Norm und Mass aller Dinge sind.
Damit Männer in Würde vom Sockel des Patriarchats steigen können, brauchen sie Orientierung, Unterstützung und Alternativen. Wir machen es uns zur Aufgabe, politisch dafür zu kämpfen, dass diese flächendeckend zur Verfügung stehen. Und wir zeigen allen Männern auf, was sie gewinnen können, wenn sie sich als Männer und Menschen weiterentwickeln: Lebensqualität und Gesundheit, Beziehung und Verbundenheit, Selbstsicherheit und Autonomie, Kraft und Lebensfreude, um nur einige Beispiele zu nennen.
In der heutigen Schweiz verstehen sich Eltern in den meisten Fällen als Team, in dem alle Ihren Beitrag zur Erwerbs-, Familien- und Hausarbeit leisten. Trotzdem wirken «traditionelle» Rollenmuster bis in die Gegenwart nach und erinnern uns daran, dass der Vater in der Schweiz noch bis 1988 von Gesetzes wegen das Oberhaupt der Familie war, der für ihre materielle Sicherheit sorgen musste und im Gegenzug über die Belange seiner Gattin und Kinder entscheiden durfte.
Die meisten Väter sind heute in einem Dazwischen: Einerseits wollen sie in der Familie präsent sein und eine enge Beziehung zu ihren Kindern pflegen. Andererseits bleiben sie stark auf die Erwerbsarbeit fokussiert. So kommt der Vorsatz, ein präsenter Vater zu sein, faktisch einfach on top. Das erzeugt Stress und Druck. Weil in der öffentlichen Diskussion völlig unterbeleuchtet bleibt, wie schwer beides zu vereinbaren ist, deuten viele ihre Be-/Überlastung als persönliches Versagen.
männer.ch macht die widersprüchlichen Anforderungen an Väter sichtbar und unterstützt Männer beim Kompetenzerwerb, um damit besser umzugehen. Wir schulen Fachpersonen und beraten Institutionen der frühen Kindheit. Auch politisch setzen wir uns für familien- und väterfreundliche Rahmenbedingungen ein – auch nach Trennung und Scheidung.
männer.ch versteht sich als Teil einer fortschrittlichen Allianz, die Sexualität weder verteufelt, zur reinen Privatsache erklärt noch kommerzialisiert. Wir engagieren uns für eine Sexualpolitik, die sexuelle Bildung und Entfaltung stärkt, Freiheit und Unversehrtheit schützt, Verantwortung und Offenheit fördert, Machtgefälle und Ängste verringert, Missbrauch und Gewalt verhindert. Für uns ist klar: Das Sexuelle ist politisch.
Denn Sexualität ist mehr als ein Naturereignis. Wir lernen, was Sex ist und wie Sex geht. Dabei lernen wir aber auch viel Enges und Falsches. Deshalb wachsen wir, wenn wir als erwachsene Männer neue Perspektiven erfüllter Sexualität erkunden, jenseits von Leistungsstress und Erfolgsdruck. Das ist ein sehr persönlicher Prozess, der aber immer auch eine politische Dimension hat. Denn Bildung, Gesundheitsförderung und der Schutz der persönlichen Unversehrtheit sind zentrale Staatsaufgaben. Das gilt auch im Bereich der Sexualität.
Bei den allermeisten Gewaltvorfällen sind Männer die Täter. Männer haben zugleich aber auch ein erhöhtes Risiko, als Opfer von Gewalt betroffen zu sein. Diese Tatsache ist untrennbar mit gesellschaftlichen Männlichkeitsnormen verbunden. Diese rechtfertigen bis heute männliche Dominanz und Aggressivität. Gleichzeitig verhindern sie, dass Jungen und Männer ganz selbstverständlich jene Sozial- und Lebenskompetenzen erwerben, die sie für die gewaltfreie Selbstbehauptung brauchen.
männer.ch macht verdeckte Zusammenhänge sichtbar und erarbeitet Grundlagen für eine wirksame Gewalt- und Radikalisierungsprävention. Ein besonderes Augenmerk lenken wir auf die virtuellen Diskursräume gekränkter Männer, die versuchen, ihr eigenes Leid mit Hass auf Frauen und queere Personen zu kompensieren. Die Sehnsucht nach Status, Sex und Sicherheit lockt Jungen und Männer in diese «Manosphere».
Je grösser ihre Unsicherheit und Verletzlichkeit umso attraktiver die Verheissung. männer.ch leistet Aufklärungsarbeit und formuliert ehrliche Alternativen.
Männliche Sozialisation bezeichnet den Prozess des Männlich-Werdens. Das passiert im Wechselspiel zwischen Anlagen und Prägung. Das Ziel: Als Junge und Mann handlungsfähig und anerkannt zu sein. Das Problem: Die geltenden Männlichkeitsimperative verlangen das exakte Gegenteil dessen, was gesund hält. So gilt es beispielsweise als männlich, sich nicht mit der eigenen Innenwelt zu beschäftigen, nicht über das eigene Befinden zu sprechen oder bei Problemen keine Unterstützung zu suchen. Männer verinnerlichen diese Botschaften – und sterben deswegen früher, einsamer und bitterer. Diese Tatsache ist wissenschaftlich wasserdicht belegt.
männer.ch macht es sich zur Aufgabe, die gesundheitsgefährdenden Folgen männlicher Sozialisation zu benennen und gesundheitsförderliche Alternativen aufzuzeigen. Dafür müssen Jungen und Männer insbesondere lernen, liebevoll mit sich selber umzugehen – und bei Bedürftigkeit nicht reflexhaft nach weiblicher Zuwendung zu rufen.
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