La sexualité masculine est considérée comme instinctive, impitoyable et violente. Même si la violence sexuelle est très souvent le fait des hommes, cela ne justifie pas une suspicion généralisée.
Les hommes qui travaillent en tant que professionnels de la petite enfance dans les crèches font souvent l’objet d’une certaine suspicion. Pour de nombreuses personnes, et en particulier pour les pères des enfants dont ils s’occupent, il est difficile d’imaginer qu’un homme puisse s’intéresser à ce type de profession pour des motifs nobles. Ces professionnels ressentent de près ce que signifie le terme de « suspicion généralisée ». Il s’agit de l’insinuation selon laquelle le comportement masculin serait fondamentalement guidé par des “pulsions” sexuelles que les hommes imposeraient sans ménagement et, si nécessaire, par la violence.
männer.ch demande une attitude différenciée qui reconnaisse que la violence sexualisée est en grande partie le fait des hommes. Les victimes de la violence masculine méritent notre solidarité et notre soutien. Mais cela n’a pas de sens de regarder constamment les hommes avec suspicion. Nous devons plutôt nous demander si nous faisons tout ce qui est en notre pouvoir pour que les obstacles soient aussi élevés que possible pour une personne qui a l’intention de commettre des violences sexuelles. Il s’agit notamment d’aborder le sujet au lieu de le taire avec embarras, d’expliquer aux enfants et aux adolescents ce qu’est la violence sexuelle et à qui ils peuvent s’adresser s’ils vivent ou observent des dépassements de limites et d’intervenir systématiquement en cas d’agression.
Plus souvent qu’ils ne sont violents, les hommes sont sensibles, attentifs et prévenants. Ceux qui défendent le point de vue selon lequel certaines tâches ne devraient pas être assumées par les hommes, en raison de leur violence supposée, argumentent avec des représentations stéréotypées des sexes qui ne sont pas défendables.
Toute forme de violence doit être soigneusement évitée. La suspicion généralisée et l’obligation de contrôle ne sont toutefois pas des moyens appropriés. Il faut des modèles de masculinité attentionnée et des concepts professionnels de protection dans les institutions pédagogiques. Les médias et les tribunaux doivent être conscients du fait que les accusations d’abus portées de manière infondées détruisent des existences.
männer.ch demande que les soupçons et les allégations d’abus soient examinés avec une attention particulière et sans préjugés. Ceux-ci doivent prendre au sérieux la victime et son vécu, sans pour autant étiqueter immédiatement la personne accusée comme coupable. C’est précisément dans ce domaine sensible que les normes de l’État de droit doivent être respectées. Il est inacceptable d’émettre des jugements préalables sans que le droit d’être entendu ne soit respecté.
Bildung legt den Grundstein für Entwicklung und Entfaltung, Karriere und Status. Bildungsinstitutionen nehmen auch entscheidend Einfluss, mit welchen Geschlechterbildern unsere Kinder gross werden. Bildung kann Vielfalt und Chancengerechtigkeit stärken – oder gesellschaftliche Ungleichheiten weiter zementieren. männer.ch engagiert sich für ein Bildungswesen, das alle einbezieht und einen Beitrag zu mehr Chancengleichheit leistet, gerade im Verhältnis der Geschlechter.
Gegenüber der Klage, dass eine «feminisierte Schule» schuld an Bildungsmisserfolgen von Jungen sei, hält männer.ch kritische Distanz. Die Problematik greift tiefer. Übersehen wird, dass es insbesondere Jungs aus prekären Milieus trifft. Vernachlässigt wird, dass sich Männer immer mehr aus pädagogischen Berufen zurückziehen.
männer.ch fordert eine geschlechtersensible Schule. Dafür braucht es mehr Genderkompetenz und eine bessere Geschlechterbalance im Lehrkörper. Genderkompetent zu sein heisst, Geschlechterverhältnisse, Rollenerwartungen und Ungleichheiten zu verstehen, kritisch zu reflektieren und dieses Wissen so anzuwenden, dass alle Geschlechter die gleichen Chancen haben.
Schule soll Kinder aller Geschlechter dabei unterstützen, ihre Potenziale zu nutzen – und sich dabei stets vor Augen halten, dass manche Gruppen von Kindern stärker darunter leiden, wenn Schule diese Aufgabe vernachlässigt.
männer.ch ist der Dachverband progressiver Schweizer Männer- und Väterorganisationen. Wir engagieren uns dafür, dass Männer den Gleichstellungsprozess nicht verschlafen – dass sie in diesem Prozess aber auch nicht vergessen gehen. Gerechte Geschlechterverhältnisse sind unser Ziel.
Gleichstellung ist für uns somit immer auch ein Projekt sozialer Gerechtigkeit. Sie ist nicht erreicht, wenn einfach die gut ausgebildeten Frauen und Männer mit den gleichen Privilegien versorgt sind. Diesem Irrtum drohen wir aber aufzusitzen, wenn wir Gleichstellung nur als Umverteilung männlicher Macht und Mittel denken.
Für uns bedingt echte Gleichstellung nicht weniger als die Überwindung des Patriarchats. Männer müssen ihre gesellschaftliche Dominanzposition abgeben. Kulturelle Männlichkeitsnormen müssen vielfältiger, weicher und so auch gesünder werden. Das sind enorme Herausforderungen. Denn unsere Gesellschaft rückt den Mann nach wie vor so stark ins Zentrum, dass wir meistens völlig ausblenden, wie sehr Männer, ihr Blick und ihre Bedürfnisse bis heute Norm und Mass aller Dinge sind.
Damit Männer in Würde vom Sockel des Patriarchats steigen können, brauchen sie Orientierung, Unterstützung und Alternativen. Wir machen es uns zur Aufgabe, politisch dafür zu kämpfen, dass diese flächendeckend zur Verfügung stehen. Und wir zeigen allen Männern auf, was sie gewinnen können, wenn sie sich als Männer und Menschen weiterentwickeln: Lebensqualität und Gesundheit, Beziehung und Verbundenheit, Selbstsicherheit und Autonomie, Kraft und Lebensfreude, um nur einige Beispiele zu nennen.
In der heutigen Schweiz verstehen sich Eltern in den meisten Fällen als Team, in dem alle Ihren Beitrag zur Erwerbs-, Familien- und Hausarbeit leisten. Trotzdem wirken «traditionelle» Rollenmuster bis in die Gegenwart nach und erinnern uns daran, dass der Vater in der Schweiz noch bis 1988 von Gesetzes wegen das Oberhaupt der Familie war, der für ihre materielle Sicherheit sorgen musste und im Gegenzug über die Belange seiner Gattin und Kinder entscheiden durfte.
Die meisten Väter sind heute in einem Dazwischen: Einerseits wollen sie in der Familie präsent sein und eine enge Beziehung zu ihren Kindern pflegen. Andererseits bleiben sie stark auf die Erwerbsarbeit fokussiert. So kommt der Vorsatz, ein präsenter Vater zu sein, faktisch einfach on top. Das erzeugt Stress und Druck. Weil in der öffentlichen Diskussion völlig unterbeleuchtet bleibt, wie schwer beides zu vereinbaren ist, deuten viele ihre Be-/Überlastung als persönliches Versagen.
männer.ch macht die widersprüchlichen Anforderungen an Väter sichtbar und unterstützt Männer beim Kompetenzerwerb, um damit besser umzugehen. Wir schulen Fachpersonen und beraten Institutionen der frühen Kindheit. Auch politisch setzen wir uns für familien- und väterfreundliche Rahmenbedingungen ein – auch nach Trennung und Scheidung.
männer.ch versteht sich als Teil einer fortschrittlichen Allianz, die Sexualität weder verteufelt, zur reinen Privatsache erklärt noch kommerzialisiert. Wir engagieren uns für eine Sexualpolitik, die sexuelle Bildung und Entfaltung stärkt, Freiheit und Unversehrtheit schützt, Verantwortung und Offenheit fördert, Machtgefälle und Ängste verringert, Missbrauch und Gewalt verhindert. Für uns ist klar: Das Sexuelle ist politisch.
Denn Sexualität ist mehr als ein Naturereignis. Wir lernen, was Sex ist und wie Sex geht. Dabei lernen wir aber auch viel Enges und Falsches. Deshalb wachsen wir, wenn wir als erwachsene Männer neue Perspektiven erfüllter Sexualität erkunden, jenseits von Leistungsstress und Erfolgsdruck. Das ist ein sehr persönlicher Prozess, der aber immer auch eine politische Dimension hat. Denn Bildung, Gesundheitsförderung und der Schutz der persönlichen Unversehrtheit sind zentrale Staatsaufgaben. Das gilt auch im Bereich der Sexualität.
Bei den allermeisten Gewaltvorfällen sind Männer die Täter. Männer haben zugleich aber auch ein erhöhtes Risiko, als Opfer von Gewalt betroffen zu sein. Diese Tatsache ist untrennbar mit gesellschaftlichen Männlichkeitsnormen verbunden. Diese rechtfertigen bis heute männliche Dominanz und Aggressivität. Gleichzeitig verhindern sie, dass Jungen und Männer ganz selbstverständlich jene Sozial- und Lebenskompetenzen erwerben, die sie für die gewaltfreie Selbstbehauptung brauchen.
männer.ch macht verdeckte Zusammenhänge sichtbar und erarbeitet Grundlagen für eine wirksame Gewalt- und Radikalisierungsprävention. Ein besonderes Augenmerk lenken wir auf die virtuellen Diskursräume gekränkter Männer, die versuchen, ihr eigenes Leid mit Hass auf Frauen und queere Personen zu kompensieren. Die Sehnsucht nach Status, Sex und Sicherheit lockt Jungen und Männer in diese «Manosphere».
Je grösser ihre Unsicherheit und Verletzlichkeit umso attraktiver die Verheissung. männer.ch leistet Aufklärungsarbeit und formuliert ehrliche Alternativen.
Männliche Sozialisation bezeichnet den Prozess des Männlich-Werdens. Das passiert im Wechselspiel zwischen Anlagen und Prägung. Das Ziel: Als Junge und Mann handlungsfähig und anerkannt zu sein. Das Problem: Die geltenden Männlichkeitsimperative verlangen das exakte Gegenteil dessen, was gesund hält. So gilt es beispielsweise als männlich, sich nicht mit der eigenen Innenwelt zu beschäftigen, nicht über das eigene Befinden zu sprechen oder bei Problemen keine Unterstützung zu suchen. Männer verinnerlichen diese Botschaften – und sterben deswegen früher, einsamer und bitterer. Diese Tatsache ist wissenschaftlich wasserdicht belegt.
männer.ch macht es sich zur Aufgabe, die gesundheitsgefährdenden Folgen männlicher Sozialisation zu benennen und gesundheitsförderliche Alternativen aufzuzeigen. Dafür müssen Jungen und Männer insbesondere lernen, liebevoll mit sich selber umzugehen – und bei Bedürftigkeit nicht reflexhaft nach weiblicher Zuwendung zu rufen.
Une boussole pour les hommes d’aujourd’hui. Car comment être un homme durable aujourd’hui ? Dans son nouveau livre, Markus Theunert répond à cette grande question avec beaucoup d’expertise et d’humour.