männer.ch bietet eine kostenlose Erstberatung zu Männer- und Väterfragen an. Wir hören zu, geben Rat und machen zusammen eine Auslegeordnung. Für das Gespräch per Telefon nehmen wir uns eine Stunde Zeit. Bei Bedarf vermitteln wir im Anschluss den Kontakt zu weiterführenden oder spezialisierten Beratungsangeboten.
Dieses Angebot wird finanziell unterstützt durch das Bundesamt für Sozialversicherungen. Die einstündige Erstberatung ist kostenlos. Wenn Sie nach der Erstberatung eine weitergehende Begleitung durch Ihren Berater wünschen, könnnen Sie das am Ende des Telefonats ansprechen. Die Konditionen vereinbaren Sie mit Ihrem Berater. Die fachliche Verantwortung liegt ausschliesslich beim Berater.
Beratung bei Scheidung und Sorgerecht
Der Verein für elterliche Verantwortung VeV bietet ebenfalls Unterstützung
FAQ zu Scheidung
Antworten zu den häufigsten Fragen zum Thema Trennung und Scheidung
Seminar- und Kursleiter und Elterncoach. Themen: Trennung und Scheidung, Erziehungs- und Familienfragen, Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit; Vater von 2 erwachsenen Kindern.
Kostenlose Erstberatungen zu Väter- und Männerfragen. Ich rufe dich zum gebuchten Termin auf der angegebenen Nummer an.
Sozialpädagoge, Familienmediator, Männer- und Väterarbeiter, Leiter der Fachstelle Väterarbeit von männer.ch. Vater von drei Kindern (*2016 /*2018 / *2021)
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Coach ZiS, Ausbildung in Sexualberatung (ZISS), Ref. Theologe MA. Seit 1998 in der Männerberatung und Prävention (www.timeout-statt-burnout.ch) tätig. Eigene Trennungserfahrungen. Gründungsmitglied männer.ch. Vater von zwei Töchtern (*2014/*2016)
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Coach und Trainer für Stress, Resilienz und Konflikte. Verheiratet. Teile mit meiner Frau ein gleichberechtigtes Arbeitspensum von 70%. Vater von drei Kindern (*2019, *2016, *2014).
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Männerberater und Fachperson für sexuelle Gesundheit mit Schwerpunkt auf Sexualität, Partnerschaft, Trennung sowie Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Berät Sie auch bei sensiblen Themen wie Pornografienutzung oder Sexkauf. Im Nebenberuf Velomechaniker.
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Vater einer Tochter (*2019), lebt getrennt von der Mutter. Kenntnisse in Trennungs- und Vaterrecht (KESB, KJD, Jugendamt, Caritas, internationale Rückführungen). Gestaltcoach- und Therapeut. Betrieblicher Mentor und Coach i.A.
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Mitbegründer und heute Gesamtleiter von männer.ch. Beruflicher Hintergrund: Psychologe, Berater, Organisationsentwickler. Beschäftigt sich persönlich und fachlich mit allen möglichen Männer- und Männlichkeitsfragen. Vater einer Tochter (*2013).
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Systemtheoretische Beratung und Coaching, Väter- und Organisationsberatung, Verheiratet, Vater von drei Kindern (*2004, *2006 und *2009).
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Leiter Kommunikation bei männer.ch. Vater eines Sohnes (*2019). Teilt sich Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung mit seiner Partnerin. Kennt die Schwierigkeit, den Ansprüchen als Partner, Berufsmann und Vater gerecht zu werden.
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Bei einer Trennung und Scheidung entscheiden sich zwei Menschen, nicht länger als Liebespaar durchs Leben zu gehen. Das ist in aller Regel ein schmerzhafter Prozess. Diese Entscheidung zu treffen, steht aber allen erwachsenen Menschen frei – selbst wenn sie einseitig getroffen wird.
Als Elternpaar aber erfährt diese Freiheit eine Begrenzung: Denn Eltern bleibt man auch nach Trennung und Scheidung! Als Familie mit Kindern kann es deshalb nicht darum gehen, den Ex-Partner oder die Ex-Partnerin aus dem Leben zu «entfernen». Die Frage ist vielmehr: Wie gelingt die Neuorganisation der Familie unter veränderten Vorzeichen? Die Erfahrung zeigt: Es ist extrem viel einfacher, für alle Beteiligten passende Antworten auf diese Fragen zu finden, wenn sich beide Elternteile in jeder Etappe um Kooperation und Deeskalation bemühen. Eine Voraussetzung dafür ist, zwischen den eigenen Bedürfnissen und den Bedürfnissen der Kinder unterscheiden zu können. Diese Unterscheidung vorzunehmen und eigene Bedürfnisse zurückzustellen, ist Teil der elterlichen Verantwortung.
Nicht unbedingt. Sie können sowohl Trennung wie Scheidung einvernehmlich – das heisst im Einverständnis beider Beteiligten – vornehmen.
Die Trennung erfolgt, indem eine gemeinsame Trennungsvereinbarung von Beiden unterschrieben wird. Dafür braucht es kein Gericht.
Eine Scheidung muss demgegenüber in jedem Fall gerichtlich vollzogen werden. Dies kann aber auf gemeinsames Begehren ganz ohne Anwalt erfolgen. Möglich – und vor allem in komplizierteren Familien- und Vermögensverhältnissen empfehlenswert – ist auch, sich gemeinsam von einem Anwalt oder einer Anwältin beraten zu lassen.
Wollen Beide die Scheidung, ist diese jederzeit möglich. Dies nennt sich in der Gesetzessprache «Scheidung auf gemeinsames Begehren».
Wehrt sich eine Seite dagegen, führt der Weg zur Scheidung über eine Klage. Und die kann erst eingereicht werden, wenn man zwei Jahre getrennt gelebt hat. (Die zwei Jahre müssen abgelaufen sein, bevor die Scheidungsklage eingereicht wird.) Aufgepasst: In der Praxis ist es manchmal gar nicht so einfach, den Beginn der Trennung zu definieren. Als Nachweis dient beispielsweise die Trennungsvereinbarung oder der neue Mietvertrag nach Auszug aus der gemeinsamen Wohnung. Insbesondere dann, wenn man sich als Paar trennt, ohne die Familienwohnung aufzulösen, macht es Sinn, den Beginn der Trennung klar festzulegen.
Die dritte Möglichkeit kommt nur im Notfall zur Anwendung: die «Scheidung wegen Unzumutbarkeit». Dafür reicht es aber nicht, dass Sie selbst die Situation als unzumutbar erleben. Sie muss «objektiv» unzumutbar sein (beispielsweise weil eine konkrete Gefährdung besteht).
Einfach gesagt gibt es drei Wege:
Das Wohl der Kinder steht für Behörden und Gerichte im Vordergrund. Gelingt es auch den Eltern, das Wohlergehen des Kindes ins Zentrum zu stellen und ihre persönlichen Konflikte zurückzustellen, finden sie meist auch eigenständig einvernehmliche Lösungen. Klar ist: Kinder haben ein Recht, auch nach Trennung und Scheidung zu beiden Elternteilen einen alltagsnahen Kontakt zu behalten. Kinder haben auch im Trennungs- oder Scheidungsverfahren Rechte. Je nach Alter und Entwicklung des Kindes werden dessen Wünsche angehört und – soweit möglich – auch berücksichtigt.
Bei gemeinsamen Kindern wird ein Kinderunterhalt festgelegt. Der Kinderunterhalt (Alimente) setzt sich seit 1. Januar 2017 aus zwei verschiedenen Unterhaltsformen zusammen: dem «Barunterhalt» und dem «Betreuungsunterhalt». Der konkrete Unterhaltsbetrag wird vom Gericht, einer Fachstelle (Sozialdienst, Familienberatungsstelle o.ä.) oder einer Fachperson (Mediator:in, Anwalt/Anwältin) berechnet.
Haben sich die Verhältnisse erheblich und dauernd geändert (z.B. Einkommensverhältnisse, höhere Ausgabenpositionen, Wohnsituation, Familienverhältnisse), so kann eine Überprüfung des Urteils beim zuständigen Gericht beantragt werden. Zuständig ist grundsätzlich das erstinstanzliche Gericht am Wohnort einer der Parteien.
Wir empfehlen den Beobachter-Ratgeber «Faire Scheidung» (https://shop.beobachter.ch/buchshop/recht/faire-scheidung) von Michael Bucher und Simon Mettler.
Mit fachlicher Unterstützung durch die Sozialen Dienste Sarganserland.
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Die Voraussetzungen für den Bezug des Vaterschaftsurlaubs sind Folgende.Du musst:
a) rechtlicher Vater des Neugeborenen sein,
b) während mindestens neun Monaten vor der Geburt AHV-Beiträge einbezahlt haben und
c) in dieser Zeit während mindestens fünf Monaten gearbeitet haben (wobei Diensttage angerechnet werden).
Im rechtlichen Sinn Vater wirst du automatisch, wenn du mit der Kindsmutter verheiratet bist. Wenn ihr nicht verheiratet seid, braucht es eine Anerkennung eures Kinds beim Zivilstandsamt deiner Gemeinde
Als Elternpaar aber erfährt diese Freiheit eine Begrenzung: Denn Eltern bleibt man auch nach Trennung und Scheidung! Als Familie mit Kindern kann es deshalb nicht darum gehen, den Ex-Partner oder die Ex-Partnerin aus dem Leben zu «entfernen». Die Frage ist vielmehr: Wie gelingt die Neuorganisation der Familie unter veränderten Vorzeichen? Die Erfahrung zeigt: Es ist extrem viel einfacher, für alle Beteiligten passende Antworten auf diese Fragen zu finden, wenn sich beide Elternteile in jeder Etappe um Kooperation und Deeskalation bemühen. Eine Voraussetzung dafür ist, zwischen den eigenen Bedürfnissen und den Bedürfnissen der Kinder unterscheiden zu können. Diese Unterscheidung vorzunehmen und eigene Bedürfnisse zurückzustellen, ist Teil der elterlichen Verantwortung.
Als Elternpaar aber erfährt diese Freiheit eine Begrenzung: Denn Eltern bleibt man auch nach Trennung und Scheidung! Als Familie mit Kindern kann es deshalb nicht darum gehen, den Ex-Partner oder die Ex-Partnerin aus dem Leben zu «entfernen». Die Frage ist vielmehr: Wie gelingt die Neuorganisation der Familie unter veränderten Vorzeichen? Die Erfahrung zeigt: Es ist extrem viel einfacher, für alle Beteiligten passende Antworten auf diese Fragen zu finden, wenn sich beide Elternteile in jeder Etappe um Kooperation und Deeskalation bemühen. Eine Voraussetzung dafür ist, zwischen den eigenen Bedürfnissen und den Bedürfnissen der Kinder unterscheiden zu können. Diese Unterscheidung vorzunehmen und eigene Bedürfnisse zurückzustellen, ist Teil der elterlichen Verantwortung.
Seit 2021 hast du gesetzlichen Anspruch auf einen Vaterschaftsurlaub von zwei Wochen. Dein:e Arbeitgeber:in muss ihn dir gewähren – auch wenn er/sie persönlich dagegen ist oder dadurch in Personalnot kommt. Allerdings ist es sinnvoll, gemeinsam zu definieren, wann und wie genau du ihn beziehst.
Die Höhe der finanziellen Entschädigung ist im Gesetz klar geregelt: Du hast Anspruch auf mindestens 80% deines aktuellen Lohns, höchstens aber 196 Franken am Tag. Das ist für Gutverdiener eher wenig. Es kann also trotzdem wichtig sein, finanziell für die Väterzeit etwas vorzusorgen.
Der Bezug des Vaterschaftsurlaubs ist relativ flexibel. Du musst ihn zwar in den ersten sechs Monaten nach der Geburt beziehen. Bei der Aufteilung der 10 Tage bist du aber grundsätzlich frei. Es empfiehlt sich, gut zu überlegen, wie du die 10 Tage optimal nutzen kannst. Finde das am besten auch im Gespräch mit deiner Partnerin und deinen Vorgesetzten heraus. Wissenschaftlich gesichert ist: Die Zeit unmittelbar nach der Geburt ist eine sensible Phase, in der die Nähe zum Kind den Beziehungsaufbau enorm stärkt. Deshalb macht es Sinn, den Vaterschaftsurlaub – mindestens zum Teil – unmittelbar nach der Geburt zu beziehen.
Für die Anmeldung deines Anspruchs musst du selbst aktiv werden. Sprich dafür am besten zuerst mit deinem:r Arbeitgeber:in. Bei vielen Unternehmen ist das mittlerweile ein Standardprozess. Wichtig: Der Vaterschaftsurlaub kostet die Arbeitgebenden nichts (ausser es werden freiwillig Leistungen bezahlt, die höher sind als dein gesetzlicher Anspruch). Es ist die Allgemeinheit, welche die Kosten für den Vaterschaftsurlaub trägt. Arbeitgebende erhalten diese über die Ausgleichskasse erstattet. Deshalb ist der Vaterschaftsurlaub auch keine Grosszügigkeit, sondern eine Selbstverständlichkeit, die du selbstbewusst einfordern darfst.
Nicht automatisch! Wenn ihr als Eltern einig seid, dass ihr die Verantwortung für das gemeinsame Kind gemeinsam tragen wollt, kann auf dem Zivilstandsamt gleichzeitig mit der Vaterschaftsanerkennung auch die gemeinsame elterliche Sorge erklärt werden. Dafür müsst ihr beide vor Ort sein. Diese ist zwar der gesetzliche Regelfall und muss gewährt werden, wenn nicht wirklich schwerwiegende Gründe dagegen sprechen, sie ergibt sich aber bei Unverheirateten nicht automatisch mit der Anerkennung des Kinds. Wenn ihr nicht verheiratet seid, hat die Mutter die alleinige elterliche Sorge, solange ihr keine entsprechende Erklärung abgebt (oder die KESB oder ein Gericht die Zuteilung der elterlichen Sorge verfügt, obwohl ein Elternteil das nicht möchte). Die elterliche Sorge beinhaltet das Recht und die Pflicht der Eltern, für das persönliche Wohl ihres Kindes zu sorgen, es gesetzlich zu vertreten und das Kindesvermögen zu verwalten. Dabei sorgen die Eltern nicht nur für den Unterhalt, sondern auch für Erziehung und persönliche Entwicklung des Kindes.
Als Vater mit gemeinsamer elterlicher Sorge bist du berechtigt zur Mitentscheidung in den grossen Lebensfragen des Kindes (z.B. Schulwahl, medizinische Eingriffe, Religionszugehörigkeit etc.). Davon unterschieden wird die Obhut. Diese klärt, wo das Kind für gewöhnlich wohnt, wer sich um die alltäglichen Belange (z.B. Verpflegung) kümmert und wer die Verantwortung für alltägliche und dringende Entscheidungen übernimmt. Die gemeinsame elterlichen Sorge ist nicht automatisch mit dem Recht auf (alternierende) Obhut verbunden. Die Vaterschaftsanerkennung garantiert daher nicht, dass du euer gemeinsames Kind im Falle einer Trennung auch im Alltag sehen und betreuen kannst.
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Eine faire Rollenteilung beginnt mit Gesprächen – möglichst schon vor der Geburt des Kindes. Viele Paare stellen fest, dass sich ihre ursprünglichen Vorstellungen im Familienalltag verändern. Deshalb lohnt es sich, regelmässig gemeinsam zu überprüfen, wie Aufgaben, Verantwortung und Belastungen verteilt sind.
Hilfreich ist es, möglichst konkret zu werden: Wer übernimmt welche Betreuungszeiten? Wer organisiert Termine, Kita, Arztbesuche oder den Haushalt? Faire Rollenteilung bedeutet nicht nur, Aufgaben zu verteilen, sondern auch Verantwortung zu teilen. Mental Load heisst der Fachbegriff. Er erinnert, dass es nicht nur Zeit und Energie kostet, eine Aufgabe zu erfüllen. Auch das Vorausdenken, Planen, Vorbereiten, Organisieren und Nachverfolgen sind anstrengend und kräftezehrend. Studien zeigen, dass diese unsichtbare Arbeit noch viel stärker von Frauen übernommen wird als die sichtbare Care-Arbeit.
Wichtig ist zudem, die Vereinbarungen immer wieder anzupassen. Kinder entwickeln sich, berufliche Situationen verändern sich und Bedürfnisse verschieben sich. Was heute passt, kann in einem Jahr bereits neu verhandelt werden müssen.
Wenn du mehr Zeit mit deinem Kind verbringen möchtest, hilft es, dies nicht als Kritik am anderen Elternteil zu formulieren. Beschreibe stattdessen, weshalb dir die Beziehung zu deinem Kind und die Übernahme von Verantwortung wichtig sind.
Gleichzeitig lohnt es sich, die Bedenken des anderen Elternteils ernst zu nehmen. Hinter ihrer Skepsis können Sorgen um das Kind, Unsicherheiten oder Schwierigkeiten beim Loslassen von Verantwortung stehen.
Oft führen konkrete Schritte weiter als Grundsatzdiskussionen. Vielleicht übernimmst du in einem ersten Schritt regelmässig einen Nachmittag, eine Morgenroutine oder das Zu-Bett-Bringen. Wichtig ist, dass du diese Aufgaben eigenverantwortlich wahrnimmst und deinen eigenen Umgang mit dem Kind entwickeln kannst. Das gibt Sicherheit. Dies stärkt deine Selbstwirksamkeit als Vater und unterstützt den anderen Elternteil beim Loslassen.
Viele Väter erleben Phasen, in denen sich Kinder stärker an der Mutter orientieren. Das bedeutet nicht, dass die Beziehung zu dir als Vater weniger wichtig ist.
Bindung entsteht durch gemeinsame Erfahrungen. Deshalb ist es hilfreich, regelmässige Zeiten zu schaffen, in denen du allein mit deinem Kind unterwegs bist und Verantwortung übernimmst. Das können kleine Alltagssituationen wie Einkaufen, Spielen, Baden oder das Abendritual sein.
Wenn die Mutter häufig eingreift oder übernimmt, kann ein ruhiges Gespräch helfen. Ziel ist nicht, Vorwürfe zu machen, sondern gegenseitiges Vertrauen zu stärken und Raum für eine eigenständige Vater-Kind-Beziehung zu schaffen.
Nach der Geburt eines Kindes verändert sich die Paarbeziehung oft stark. Die Müdigkeit, die neuen elterlichen Verantwortlichkeiten sowie die körperlichen Beschwerden und Veränderungen, die die Mutter erlebt, können dazu führen, dass das Intimleben und die Sexualität vorübergehend in den Hintergrund treten.Wichtig ist, nicht einfach abzuwarten oder sich zurückzuziehen. Sprich offen darüber, dass du die Nähe vermisst, ohne Druck auszuüben. Versuche gleichzeitig zu verstehen, wie es deiner Partnerin geht und was sie aktuell braucht.
Oft beginnt Nähe nicht mit Sexualität, sondern mit Aufmerksamkeit, Entlastung und gemeinsamen Momenten. Viele Paare profitieren von bewusst eingeplanten Paarzeiten, in denen es nicht um Organisation und Kinderbetreuung geht, sondern um die Beziehung. Wenn du aktiv Vorschläge einbringst, was ihr gemeinsam erleben oder unternehmen könntet, ist das auch Ausdruck deiner Wertschätzung für deine Partnerin und eure Beziehung.
Unterschiedliche Vorstellungen zum Kinderwunsch gehören zu den schwierigsten Themen in einer Partnerschaft. Dahinter stehen oft grundlegende Fragen zur eigenen Lebensgestaltung.
Wichtig ist, die Beweggründe beider Seiten ernst zu nehmen. Was bedeutet Elternschaft für sie? Was bedeutet Kinderlosigkeit für dich? Welche Hoffnungen, Wünsche oder Ängste sind damit verbunden?
Nicht jeder Konflikt lässt sich durch einen Kompromiss lösen. Deshalb braucht es Ehrlichkeit und Respekt für die Perspektive des anderen. Eine Paarberatung kann helfen, Klarheit zu gewinnen und gemeinsam tragfähige Entscheidungen zu treffen.
Viele Ungleichgewichte entstehen schleichend. Eine Person übernimmt immer mehr Verantwortung und trifft zunehmend Entscheidungen, während die andere sich zurückzieht oder weniger beteiligt wird.
Wenn du als Vater mehr Mitsprache möchtest, lohnt sich auch ein Blick auf den eigenen Anteil. Wo übernimmst du Verantwortung? Wo hast du Entscheidungen bisher abgegeben? Und welche Bereiche möchtest du künftig aktiv mitgestalten?
Hilfreich sind konkrete Absprachen statt allgemeiner Vorwürfe. Ziel ist nicht, Recht zu bekommen, sondern gemeinsam Verantwortung für das Wohl des Kindes zu übernehmen. Wenn sich die Muster festgefahren haben, kann eine Beratung neue Perspektiven eröffnen.