Lehrgang Männerarbeit

Der Lehrgang Männerarbeit vermittelt die fachlichen Grundlagen für die geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen, Männern und Vätern. Bereits im Jahr 2016/17 hat das SIMG erfolgreich den ersten Lehrgang «Männer- und Väterarbeit für Fachpersonen» durchgeführt und im Juni 2017 16 Männer diplomiert. Die zweite Durchführungs startete im März 2019. Für Herbst 2019 ist eine erste Durchführung auf Französisch geplant: Mehr Infos zum Westschweizer Lehrgang finden sich hier.

Ausgangslage

männer.ch ist der Dachverband progressiver Schweizer Männer- und Väterorganisationen und betreibt eine Fachstelle, das Schweizerische Institut für Männer- und Geschlechterfragen. Unsere übergeordnete Aufgabe ist es, diese historische Herausforderung als Chance zu begreifen und Männern jeder Couleur eine Brücke in eine geschlechtergerechte Gesellschaft von morgen zu bauen. Dafür wollen wir u.a. die fachlich fundierte Buben-, Männer- und Väterarbeit in der Schweiz voranbringen und institutionell verankern.
 

2019-2020 findet die zweite Durchführung des Lehrgangs „Geschlechterreflektierte Arbeit mit Buben, Männern und Vätern“ statt. Der Lehrgang vermittelt theoretisches und praktisches Grundlagen-, Themen- und Methodenwissen sowie Erfahrungen aus der Arbeit mit spezifischen Zielgruppen. Er umfasst 16 Tage und kann – dank der Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz und der Oak Foundation – zu einem attraktiven Preis angeboten werden. 

Einführungen

  • Gender Studies und Männlichkeitsforschung
  • Männliche Sozialisation
  • Geschlechtsidentitäten und sexuelle Orientierung
  • Gleichstellungsgesetzgebung und Gleichstellungsarbeit

Themen

  • Gesundheit und Selbstsorge
  • Familie und Vaterschaft
  • Sexualität
  • Arbeit und Vereinbarkeit
  • Gewalt

Arbeitsfelder / Ansätze

  • Männer- und Väterberatung
  • Gender transformative Trainings
  • Männer- und Väterbildung
  • Bubenarbeit
  • Peer-to-Peer-Ansätze
  • Aufsuchende Männerarbeit
  • Mentoring
  • Arbeit in und mit Männergruppen
  • Advocacy und Öffentlichkeitsarbeit

Arbeit mit spezifischen Zielgruppen

  • Buben
  • Väter
  • ältere Männer und Grossväter
  • bildungsferne Männer
  • Väter in Unternehmen

Dozierende

Die Inhalte des Lehrgangs vermitteln erfahrene Fachleute aus dem ganzen deutschen Sprachraum. Markus Theunert ist als Leiter des Schweizerischen Institut für Männer- und Geschlechterfragen SIMG der Studienleiter.

Zielgruppe

Männer mit einem höheren Bildungsabschluss (Universität/Fachhochschule) und erster Berufserfahrung, mit einem fachlichen Interesse an der Männer-, Geschlechter- und/oder Gleichstellungsarbeit, mit der Fähigkeit und dem Wunsch, entwicklungsorientiert mit der Zielgruppe Buben, Männer und/oder Väter zu arbeiten. Bereits vorhandene Erfahrung in diesem Bereich sowie Kompetenzen im Bereich Projektmanagement und Beratung sind von Vorteil. Die Akzeptanz der Grundwerte von männer.ch setzen wir voraus (vgl. Präambel der Statuten, siehe www.maenner.ch).

Lernziele

Die maximal 18 Teilnehmer

  • kennen die theoretischen und praktischen Grundlagen geschlechterreflektierter Buben-, Männer- und Väterarbeit;
  • können diese Grundlagen mit den eigenen Erfahrungen als Mann verbinden und sind in der Lage, sich persönlich und professionell im Fachdiskurs zu positionieren;
  • können das erworbene Wissen im eigenen beruflichen Handeln reflektieren und nutzen;
  • sind in der Lage, Projekte mit der Zielgruppe Buben/Männer/Väter begleitet oder in eigener Regie umzusetzen.
Programmleiter MenCare Schweiz und Mitglied der Geschäftsleitung bei männer.ch | +41 79 238 85 12 | theunert@maenner.ch

Markus war 2005 bis 2015 Gründungspräsident von männer.ch und ist seit 2016 Programmleiter des nationalen Programms MenCare Schweiz.
2016 war er als als Generalsekretär für die operative Leitung der Geschäftsstelle zuständig. Im April 2017 wurde die Geschäftsleitung erweitert, seitdem ist er Mitglied der Geschäftsleitung und zuständig für fachliche Fragen. Daneben ist er mit seiner Social Affairs GmbH als Organisations- und Strategieberater tätig. Er lebt mit seiner Familie in Zürich.