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Aktuell

  • Seit dem 1. Juli 2014 ist das neue Sorgerecht in Kraft: Die gemeinsame elterliche Sorge ist für für verheiratete wie unverheiratete Paare auch nach Trennung und Scheidung die Regel. Das Bundesgericht hat heute zum ersten Mal darüber befunden, unter welchen Umständen von diesem Grundsatz abgewichen werden kann. Dabei stellt es fest, dass nicht nur die Gründe gemäss Art. 311 ZGB (Unerfahrenheit, Krankheit, Gebrechen, Abwesenheit, Gewalttätigkeit) die alleinige elterliche Sorge rechtfertigen können, sondern im Ausnahmefall auch ein schwerwiegender Dauerkonflikt oder eine anhaltende Kommunikationsunfähigkeit der Eltern.

    männer.ch erachtet dieses Urteil als hoch problematisch und gefährlich politisch. Denn der Gesetzgeber hat bei der Verankerung der gemeinsamen elterlichen Sorge als Regelfall ganz klar eine normative Aussage gemacht: Kinder haben auch nach Trennung und Scheidung Anspruch auf alltagsnahen Kontakt zu beiden Elternteilen – und die Eltern haben auch nach der Trennung als Liebespaar im Dienst des Kindswohls als Elternpaar ein Auskommen zu finden. Das Bundesgericht weicht mit seinem Urteil diesen Grundsatz auf.  

  • Im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft von Luxemburg in der zweiten Jahreshälfte 2015 hat sich die Luxemburger Gesundheits- und Chancengleichheitsministerin Lydia Mutsch zum Ziel gesetzt, die Diskussion über den Einbezug von Jungen und Männern in der Gleichstellungspolitik zu forcieren, insbesondere auch mit Blick auf die künftigen Herausforderungen des Arbeitsmarkts.. Zu diesem Zweck wurde die informelle Session der EU-Arbeitsmarkt-, Sozial- und GleichstellungsministerInnen vom 17. Juli 2015 in Luxemburg (EPSCO) diesem Thema gewidmet. männer.ch-Präsident Markus Theunert fiel die Ehre zuteil, als Keynote Speaker Zusammenhänge und Gestaltungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Sein Redebeitrag findet sich hier, das offizielle Vorbereitungsdokument hier

  • Im Rahmen der internationalen MenCare-Kampagne ist der erste «State of the World's Fathers»-Bericht erschienen. Er zeigt auf 288 Seiten, wie sich väterliche Präsenz positiv auf die Entwicklung von Kindern, auf Frauen und Familien wie auch auf die Entwicklung der Väter selbst auswirkt. Damit ist der Bericht ein wichtiger Referenzrahmen wie auch eine reiche Quelle für die Advocacy-Arbeit im Dienst alltagsnaher männlicher Fürsorgeleistungen. 

Das Sprachrohr für Buben-, Väter- und Männeranliegen

Brennpunkte

  • Am 1. Juli 2014 trat eine Gesetzesänderung in Kraft, welche die gemeinsame elterliche Sorge als Regelfall vorsieht. Das heisst, dass beide Eltern in wesentlichen Belangen des Kindes mitsprechen können – unter anderem in der Frage des Wohnortes und bei Entscheidungen über die Ausbildung.

  • Im Frühsommer 2012 entschied das Landesgericht Köln, dass die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen strafbar ist. In der Folge entwickelte sich nicht nur in Deutschland sondern auch in der Schweiz eine heftige Debatte um dieses Thema.

  • Das Modell Sparen 3e soll die Möglichkeit schaffen ein Guthaben für Elternzeit anzusparen, das nach der Geburt des Kindes in Form von Teilzeitarbeit oder Urlaub bezogen werden kann.

  • Im Herbst 2012 wurde die Vernehmlassung zur Revision des Unterhaltsrechts abgeschlossen. männer.ch fordert eine egalitäre Regelung der Unterhaltspflicht. Mütter und Väter sollen gemeinsam sowohl für die tägliche Sorge des Kindes als auch für den finanziellen Unterhalt aufkommen.

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