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Aktuell

  • Im Rahmen der internationalen MenCare-Kampagne ist der erste «State of the World's Fathers»-Bericht erschienen. Er zeigt auf 288 Seiten, wie sich väterliche Präsenz positiv auf die Entwicklung von Kindern, auf Frauen und Familien wie auch auf die Entwicklung der Väter selbst auswirkt. Damit ist der Bericht ein wichtiger Referenzrahmen wie auch eine reiche Quelle für die Advocacy-Arbeit im Dienst alltagsnaher männlicher Fürsorgeleistungen. 

  • «Seit über zwei Jahrzehnten kämpfen Männer in der Schweiz für väterfreundlichere Familienmodelle. Aus den ungestümen Gründergruppen ist eine ernstzunehmende Bewegung entstanden.» Das schrieb die NZZ vor zwei Wochen aus Anlass des bevorstehenden Jubiläums von männer.ch als Dachverband der Schweizer Männer- und Väterorganisation (10. Geburtstag) und des Mannebüro Luzern (20. Geburtstag). Am Samstag, 20. Juni 2015, ging im Neubad Luzern nun die Jubiläumsfeier über die Bühne. An die 100 Gäste besuchten den Festakt, der durch eine Begrüssung des Luzerner Stadtrats Martin Merki (FDP) eingeleitet wurde. Merki – selbst engagierter Vater und früher ein Teilzeimann – würdigte dabei das Mannebüro Luzern und seine Gewaltberatungsstelle agredis als Engagement, das «zum Reichtum der Stadt Luzern beitrage». Nationalrätin Maya Graf überbrachte seitens alliance F, dem Bund Schweizerischer Frauenorganisationen, die besten Wünsche zum Geburtstag. «Gleichstellung braucht das gemeinsame wie eigenständige Engagement von Frauen und Männern – genauso wie unsere Vereinigungen dies seit vielen Jahren pflegen», sagte sie. Als Festredner schlug Martin Rosowski, der Vorsitzende des deutschen Bundesforums Männer einen kühnen Bogen von der Schweizer Bäderkultur des 19. Jahrhunderts zu den gleichstellungspolitischen Herausforderungen von morgen – und erhielt für seine beherzte Rede minutenlangen Applaus. Nach Konzert und Tanz schloss die Feier spät in der Nacht.

  • Das Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen (GUMG) befindet sich in der Vernehmlassung. männer.ch äussert sich in seiner Stellungnahme in klaren Worten zur Frage der Zulässigkeit von Vaterschaftstests: 

    «Als Grundsatz muss gelten: Ein Recht auf Kenntnis der biologischen Verwandtschaft zwischen Eltern und Kind – und damit auch ein Recht des Mannes auf Gewissheit über eine Vaterschaft – soll zu jedem Zeitpunkt existieren und grundsätzlich unabhängig des Willens des anderen Elternteils durchgesetzt werden können, sofern keine wirklich schwerwiegenden Gründe dagegen sprechen. Die Annahme, dass Ungewissheit oder Falschannahmen bezüglich der Vaterschaft dem Familiensystem und Kindswohl gedeihlicher sind als die Gewissheit, mutet höchst altertümlich an. Es ist weder ethisch noch rechtlich vertretbar, wenn der Gesetzgeber das Recht auf Gewissheit um biologische Elternschaft weniger hoch gewichtet als das Interesse des anderen Elternteils, Ungewissheit oder Falschannahmen aufrecht zu erhalten. Zudem sind die Folgen dieser Regelung im Auge zu halten: Das Wissen um biologische Elternschaft ist ein dermassen basales Grundbedürfnis, dass die Erfordernis der Zustimmung beider Elternteile faktisch nicht durchsetzbar ist und in der Konsequenz – insbesondere angesichts der niederschwelligen Zugänglichkeit der entsprechenden Möglichkeiten – fast zur Wahl illegaler Methoden auffordert.

    Dieses Spannungsfeld kann und muss in einer reifen Gesellschaft nicht mit noch mehr Repression (vgl. Art. 55 Entwurf GUMG) aufgelöst werden, sondern indem das grundsätzliche Recht um Gewissheit gesetzlich anerkannt wird, im Umgang mit dieser Gewissheit aber besondere Sorgfalt und Differenziertheit (auch seitens Behörden) einverlangt und beigebracht wird.» Entsprechend wehren wir uns gegen die vorgesehene verschärfte Kriminalisierung von Vätern, die auch ohne Einverständnis der Kindsmutter einen Test in Auftrag geben. 

Das Sprachrohr für Buben-, Väter- und Männeranliegen

Brennpunkte

  • Am 1. Juli 2014 trat eine Gesetzesänderung in Kraft, welche die gemeinsame elterliche Sorge als Regelfall vorsieht. Das heisst, dass beide Eltern in wesentlichen Belangen des Kindes mitsprechen können – unter anderem in der Frage des Wohnortes und bei Entscheidungen über die Ausbildung.

  • Im Frühsommer 2012 entschied das Landesgericht Köln, dass die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen strafbar ist. In der Folge entwickelte sich nicht nur in Deutschland sondern auch in der Schweiz eine heftige Debatte um dieses Thema.

  • Das Modell Sparen 3e soll die Möglichkeit schaffen ein Guthaben für Elternzeit anzusparen, das nach der Geburt des Kindes in Form von Teilzeitarbeit oder Urlaub bezogen werden kann.

  • Im Herbst 2012 wurde die Vernehmlassung zur Revision des Unterhaltsrechts abgeschlossen. männer.ch fordert eine egalitäre Regelung der Unterhaltspflicht. Mütter und Väter sollen gemeinsam sowohl für die tägliche Sorge des Kindes als auch für den finanziellen Unterhalt aufkommen.

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