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Aktuell

  • Heute Dienstag, 17. März 2015, hat das Parlament die inhaltliche Beratung der Unterhaltsrechts-Revision abgeschlossen. Der Nationalrat ist in der letzten Differenz dem Vorschlag von Ständerat und Bundesrätin Simonetta Sommaruga gefolgt. Das Parlament gibt mit der Verankerung der Artikels 298bis und ter ein unmissverständliches Signal: «Beim Entscheid über die Obhut, den persönlichen Verkehr oder die Betreuungsanteile berücksichtigt das Gericht/die Behörde das Recht des Kindes, regelmässige persönliche Beziehungen zu beiden Elternteilen zu pflegen. Bei gemeinsamer Ausübung der elterlichen Sorge, wird das Gericht die Möglichkeit einer alternierenden Obhut, im Sinne des Kindeswohles, prüfen, wenn ein Elternteil oder das Kind dies verlangt.»

    männer.ch nimmt mit Genugtuung zur Kenntnis, dass das revidierte Unterhaltsrecht die aus Sicht der gleichstellungsorientierten Schweizer Männer- und Väterorganisationen formulierten Minimalanforderungen erfüllt. Die Debattten im Parlament haben gezeigt, wie das Leitbild egalitärer Aufgabenverteilungen und Familienmodelle in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist: Von links bis rechts haben die ParlamentarierInnen als Gesetzgeber der Rechtsprechung den klaren Auftrag gegeben, sich in Übereinstimmung mit dem Gleichstellungsauftrag in der Bundesverfassung an diesem Leitbild zu orientieren und dieses im Sinn des Kindswohls auch nach Trennung und Scheidung zu ermöglichen. Diese Klärung war uns ein grosses Anliegen und die Voraussetzung, um von einem Referendum abzusehen. Es wird in der Umsetzung der Revision zwar weiterhin grosser Anstrengungen bedürfen, um eine zeitgemässe Rechtsprechung zu gewährleisten. Das Präsidium von Männer.ch wird den Gremien deshalb beantragen, kein Referendum zu ergreifen oder zu unterstützen. 

  • männer.ch-Präsident Markus Theunert und Andreas Borter, Leiter des Schweizerischen Instituts für Männer- und Geschlechterfragen SIMG, haben vom 5. bis 8. März 2015 an der 23. Konferenz der «American Men’s Studies Association’s» über Männer und Männlichkeiten teilgenommen, welche zusammen mit dem Center for the Study of Men and Masculinities der Stony Brook University (Michael Kimmel) und Men Engage durchgeführt wird. Bei dieser Gelegenheit haben wir am Samstag, 7. März 2015, im Plenarsaal das triple advocacy-Konzept von männer.ch in einem breiteren Rahmen vorstellen und diskutieren können. Interessierte können das ausführliche Grundlagendokument hier, das Impulsreferat von Markus Theunert hier

  • "Um die heutige geschlechterstereotype Arbeitsverteilung zu durchbrechen, muss die Rechtsordnung angepasst werden und Vätern das gleiche Recht auf Urlaub zur Kinderbetreuung wie den Müttern gewährt werden. Die Möglichkeit, unbezahlten Vaterschaftsurlaub nehmen zu können, reicht dazu jedoch nicht aus. Vaterschaftsurlaub muss, gleich wie Mutterschaftsurlaub, für alle Väter möglich sein, die eine Auszeit für ihr Kind nehmen wollen und nicht nur diejenigen, die sich eine Auszeit finanziell leisten können":  ist Vorstandsmitglied des Vereins gleichbeRICHTIG und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Themenbereich Geschlechterpolitik am Schweizerischen Kompetenzzentrum für Menschenrechte SKMR. In einem aktuellen Artikel legt sie dar, warum der Verzicht auf eine Väterzeit nicht mit dem Diskriminierungsverbot der Bundesverfassung vereinbar ist. 

Das Sprachrohr für Buben-, Väter- und Männeranliegen

Brennpunkte

  • Am 1. Juli 2014 trat eine Gesetzesänderung in Kraft, welche die gemeinsame elterliche Sorge als Regelfall vorsieht. Das heisst, dass beide Eltern in wesentlichen Belangen des Kindes mitsprechen können – unter anderem in der Frage des Wohnortes und bei Entscheidungen über die Ausbildung.

  • Im Frühsommer 2012 entschied das Landesgericht Köln, dass die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen strafbar ist. In der Folge entwickelte sich nicht nur in Deutschland sondern auch in der Schweiz eine heftige Debatte um dieses Thema.

  • Das Modell Sparen 3e soll die Möglichkeit schaffen ein Guthaben für Elternzeit anzusparen, das nach der Geburt des Kindes in Form von Teilzeitarbeit oder Urlaub bezogen werden kann.

  • Im Herbst 2012 wurde die Vernehmlassung zur Revision des Unterhaltsrechts abgeschlossen. männer.ch fordert eine egalitäre Regelung der Unterhaltspflicht. Mütter und Väter sollen gemeinsam sowohl für die tägliche Sorge des Kindes als auch für den finanziellen Unterhalt aufkommen.

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