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Aktuell

  • Im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft von Luxemburg in der zweiten Jahreshälfte 2015 hat sich die Luxemburger Gesundheits- und Chancengleichheitsministerin Lydia Mutsch zum Ziel gesetzt, die Diskussion über den Einbezug von Jungen und Männern in der Gleichstellungspolitik zu forcieren, insbesondere auch mit Blick auf die künftigen Herausforderungen des Arbeitsmarkts.. Zu diesem Zweck wurde die informelle Session der EU-Arbeitsmarkt-, Sozial- und GleichstellungsministerInnen vom 17. Juli 2015 in Luxemburg (EPSCO) diesem Thema gewidmet. männer.ch-Präsident Markus Theunert fiel die Ehre zuteil, als Keynote Speaker Zusammenhänge und Gestaltungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Sein Redebeitrag findet sich hier, das offizielle Vorbereitungsdokument hier

  • Im Rahmen der internationalen MenCare-Kampagne ist der erste «State of the World's Fathers»-Bericht erschienen. Er zeigt auf 288 Seiten, wie sich väterliche Präsenz positiv auf die Entwicklung von Kindern, auf Frauen und Familien wie auch auf die Entwicklung der Väter selbst auswirkt. Damit ist der Bericht ein wichtiger Referenzrahmen wie auch eine reiche Quelle für die Advocacy-Arbeit im Dienst alltagsnaher männlicher Fürsorgeleistungen. 

  • «Seit über zwei Jahrzehnten kämpfen Männer in der Schweiz für väterfreundlichere Familienmodelle. Aus den ungestümen Gründergruppen ist eine ernstzunehmende Bewegung entstanden.» Das schrieb die NZZ vor zwei Wochen aus Anlass des bevorstehenden Jubiläums von männer.ch als Dachverband der Schweizer Männer- und Väterorganisation (10. Geburtstag) und des Mannebüro Luzern (20. Geburtstag). Am Samstag, 20. Juni 2015, ging im Neubad Luzern nun die Jubiläumsfeier über die Bühne. An die 100 Gäste besuchten den Festakt, der durch eine Begrüssung des Luzerner Stadtrats Martin Merki (FDP) eingeleitet wurde. Merki – selbst engagierter Vater und früher ein Teilzeimann – würdigte dabei das Mannebüro Luzern und seine Gewaltberatungsstelle agredis als Engagement, das «zum Reichtum der Stadt Luzern beitrage». Nationalrätin Maya Graf überbrachte seitens alliance F, dem Bund Schweizerischer Frauenorganisationen, die besten Wünsche zum Geburtstag. «Gleichstellung braucht das gemeinsame wie eigenständige Engagement von Frauen und Männern – genauso wie unsere Vereinigungen dies seit vielen Jahren pflegen», sagte sie. Als Festredner schlug Martin Rosowski, der Vorsitzende des deutschen Bundesforums Männer einen kühnen Bogen von der Schweizer Bäderkultur des 19. Jahrhunderts zu den gleichstellungspolitischen Herausforderungen von morgen – und erhielt für seine beherzte Rede minutenlangen Applaus. Nach Konzert und Tanz schloss die Feier spät in der Nacht.

Das Sprachrohr für Buben-, Väter- und Männeranliegen

Brennpunkte

  • Am 1. Juli 2014 trat eine Gesetzesänderung in Kraft, welche die gemeinsame elterliche Sorge als Regelfall vorsieht. Das heisst, dass beide Eltern in wesentlichen Belangen des Kindes mitsprechen können – unter anderem in der Frage des Wohnortes und bei Entscheidungen über die Ausbildung.

  • Im Frühsommer 2012 entschied das Landesgericht Köln, dass die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen strafbar ist. In der Folge entwickelte sich nicht nur in Deutschland sondern auch in der Schweiz eine heftige Debatte um dieses Thema.

  • Das Modell Sparen 3e soll die Möglichkeit schaffen ein Guthaben für Elternzeit anzusparen, das nach der Geburt des Kindes in Form von Teilzeitarbeit oder Urlaub bezogen werden kann.

  • Im Herbst 2012 wurde die Vernehmlassung zur Revision des Unterhaltsrechts abgeschlossen. männer.ch fordert eine egalitäre Regelung der Unterhaltspflicht. Mütter und Väter sollen gemeinsam sowohl für die tägliche Sorge des Kindes als auch für den finanziellen Unterhalt aufkommen.

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